CO2-Rechner

CO2-Kostenaufteilung: Rechner für Vermieter und Mieter

Wie viel der CO2-Kosten für Heizung und Warmwasser trägt der Vermieter, wie viel der Mieter? Der Rechner ordnet dein Gebäude in das Stufenmodell ein und teilt die Kosten auf.

Kostenlos und ohne Anmeldung. Gerechnet wird in deinem Browser, gespeichert wird nichts.

Rechner

CO2-Kosten zwischen Vermieter und Mieter aufteilen

Mit Beispielwerten ausgefüllt – trag deine eigenen ein.

Gebäudeart

Ein Nichtwohngebäude dient nach seiner Zweckbestimmung nicht überwiegend dem Wohnen.

Der Preisbestandteil für CO2 auf den Brennstoffrechnungen des Zeitraums.

Laut Brennstoffrechnung.

Alle Wohnungen, die mit dieser Heizung versorgt werden.

Nur angeben, wenn der Zeitraum kürzer als ein Jahr ist – dann werden die Stufengrenzen anteilig gekürzt.

Ergebnis

Stufe 5: Der Vermieter trägt 40 %, der Mieter 60 % der CO2-Kosten.

Vermieter374,40 €40 %
Mieter561,60 €60 %
Spezifischer Ausstoß29,8 kgCO2 je m² und Jahr
Stufen nach der Anlage zum CO2KostAufG, getroffen ist Stufe 5
Stufekg CO2/m²/aMieterVermieter
1unter 12100 %0 %
212 bis unter 1790 %10 %
317 bis unter 2280 %20 %
422 bis unter 2770 %30 %
5Dein Gebäude27 bis unter 3260 %40 %
632 bis unter 3750 %50 %
737 bis unter 4240 %60 %
842 bis unter 4730 %70 %
947 bis unter 5220 %80 %
10ab 525 %95 %

Rechenweg

  1. Spezifischer Ausstoß: 14.300 kg CO2 ÷ 480 m² = 29,8 kg CO2 je m² und Jahr (auf eine Nachkommastelle gerundet, § 5 Abs. 1 CO2KostAufG).
  2. Damit gilt Stufe 5 der Anlage zum CO2KostAufG (27 bis unter 32 kg CO2/m²/a): Vermieter 40 %, Mieter 60 %.
  3. Vermieter: 40 % von 936,00 € = 374,40 €.
  4. Mieter: 936,00 € − 374,40 € = 561,60 €.

Gut zu wissen

  • CO2-Ausstoß in kg und CO2-Kosten muss der Brennstofflieferant oder Wärmeversorger auf seiner Rechnung ausweisen (§ 3 CO2KostAufG).
  • Den Mieteranteil verteilst du nach dem Schlüssel der Heizkostenabrechnung auf die Mieter (§ 7 Abs. 1 CO2KostAufG). Fehlt die Aufteilung in der Abrechnung, darf der Mieter seinen Anteil an den Heizkosten um 3 % kürzen (§ 7 Abs. 4).
  • Stehen öffentlich-rechtliche Vorgaben einer wesentlichen energetischen Verbesserung entgegen – etwa Denkmalschutz oder eine Erhaltungssatzung –, halbiert sich der Vermieteranteil (§ 9 CO2KostAufG).

Ohne Gewähr. Die Berechnung ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

So wird gerechnet

Je mehr CO2 je m², desto mehr trägt der Vermieter.

Seit 2023 tragen Vermieter einen Teil der CO2-Kosten, die für Heizung und Warmwasser mit Brennstoffen wie Öl und Gas oder über eine Wärmelieferung anfallen. Bei Wohngebäuden hängt der Teil davon ab, wie viel CO2 das Gebäude je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr ausstößt (§ 5 CO2KostAufG).

Spezifischer Ausstoß = CO2-Ausstoß in kg ÷ Wohnfläche in m², auf eine Nachkommastelle gerundet

Der Wert wird in die zehn Stufen der Anlage zum Gesetz eingeordnet: unter 12 kg trägt der Mieter alles, ab 52 kg trägt der Vermieter 95 %. Im Beispiel oben sind es 14.300 kg auf 480 m², also 29,8 kg – Stufe 5, der Vermieter trägt 40 %.

Ist der Abrechnungszeitraum kürzer als ein Jahr, werden die Grenzen der Tabelle anteilig gekürzt (§ 5 Abs. 1 CO2KostAufG). Steht etwa Denkmalschutz einer energetischen Sanierung entgegen, halbiert sich der Anteil des Vermieters (§ 9).

Und danach?

Den Anteil des Vermieters ziehst du von den CO2-Kosten ab. Den Rest verteilst du mit den Heizkosten nach dem Schlüssel der Heizkostenabrechnung auf die Mieter (§ 7 Abs. 1 CO2KostAufG) – dabei hilft der Heizkostenrechner.

Nichtwohngebäude

Dient ein Gebäude nicht überwiegend dem Wohnen, gilt kein Stufenmodell: der Mieter trägt höchstens die Hälfte (§ 8 Abs. 1 CO2KostAufG). Der Rechner teilt dann 50 zu 50.

Quellen

Amtliche Fassungen bei gesetze-im-internet.de.

FAQ

Häufige Fragen

Seit wann teilen sich Vermieter und Mieter die CO2-Kosten?

Für Abrechnungszeiträume, die am oder nach dem 01.01.2023 beginnen (§ 11 Abs. 2 CO2KostAufG). Für Zeiträume, die früher begonnen haben, gehören die CO2-Kosten wie bisher zu den Heizkosten des Mieters.

Wo finde ich den CO2-Ausstoß und die CO2-Kosten?

Auf der Rechnung des Brennstofflieferanten oder Wärmeversorgers. Er muss den Ausstoß in Kilogramm CO2 und den Preisbestandteil der CO2-Kosten ausweisen (§ 3 Abs. 1 CO2KostAufG). Bei mehreren Lieferungen im Jahr zählst du die Werte zusammen.

Wie werden die CO2-Kosten bei Gewerbe aufgeteilt?

In einem Nichtwohngebäude tragen Vermieter und Mieter je die Hälfte; eine Vereinbarung, nach der der Mieter mehr als 50 % trägt, ist unwirksam (§ 8 Abs. 1 CO2KostAufG). Ein Stufenmodell für Nichtwohngebäude ist im Gesetz angekündigt, gilt aber noch nicht.

Was passiert, wenn die Abrechnung die CO2-Kosten nicht aufteilt?

Dann darf der Mieter seinen Anteil an den Heizkosten um 3 % kürzen (§ 7 Abs. 4 CO2KostAufG). Die Heizkostenabrechnung muss den Mieteranteil, die Einstufung des Gebäudes und die Berechnungsgrundlagen ausweisen (§ 7 Abs. 3).

Teilt IVDesk die CO2-Kosten automatisch auf?

Ja. CO2-Kosten und CO2-Ausstoß trägst du am Beleg der Brennstoffrechnung ein, die Belegerkennung liest sie vor. IVDesk ordnet das Gebäude in die Stufe ein, zieht den Anteil des Vermieters vorab von den Heizkosten ab und weist im PDF Einstufung, Anteile und Berechnungsgrundlagen aus (§ 7 Abs. 3 CO2KostAufG). Bei Heizöl rechnet IVDesk über den Tankstand mit dem Verbrauch statt mit der Lieferung.

Mit IVDesk abrechnen

In der Abrechnung teilt IVDesk die CO2-Kosten selbst auf.

Du trägst CO2-Kosten und Ausstoß von der Brennstoffrechnung ein, IVDesk zieht den Vermieteranteil von den Heizkosten ab und weist die Einstufung im PDF jedes Mietverhältnisses aus.

In jedem Tarif enthalten
  • CO2-Aufteilung mit Ausweis nach § 7 Abs. 3 CO2KostAufG
  • Heizkosten nach Verbrauch und Fläche, Heizöl über den Tankstand
  • Vorprüfung meldet Heizkosten ohne CO2-Angaben